Google StreetView kommt. Die Datenkrake aus Mountain View, Kalifornien wird mit Fotoaufnahmen von unseren Strassen in 20 Deutschen Städten beginnen, darunter auch Hannover. Politiker versuchten das zu verhindern, verlangen die Einrichtung von Widerspruchsmöglichkeiten, Überprüften die Street-View-Cars. Die Welle der politischen Entrüstung liest sich wie eine Brandbrief für die Persönlichkeitsrechte der Öffentlichkeit. Und hier liegt das Problem: Neu ist nur, dass Google Daten in organisierter und strukturierter Form leicht benutzbar sammelt – denn eine wirkliche rechtliche Grundlage, die Aufnahmen zu verhindern gibt es nicht – zum Glück. Denn die Öffentlichkeit hat keine Persönlichkeitsrechte. Was in den Diskussionen oft unter den Tisch fällt: Würde man Google das Fotografieren von öffentlichen Ansichten im Rahmen der Panoramafreiheit verbieten können, würde das auch bedeuten, dass jegliche andere Fotos in der Öffentlichkeit potentiell verboten sein könnten. Hier geht es also um etwas anderes: Darf ein privates, amerikanisches Unternehmen umfassender frei zugängliche Daten sammeln als bisher vorhanden? Und diese Frage muss ganz klar bejaht werden. Nur weil es bisher niemand anderes gemacht hat, darf es nicht verboten werden. Der Frontbumpersticker fasst es treffend zusammen: “Im Grunde ein Treppenwitz der Geschichte: die weltweite Datenkrake Google setzt in Deutschland Bürgerrechte gegen deutsche Politiker durch, die in ihrem Wahn glauben, sie täten das Beste für ihre Wähler. Was für eine Welt!” Dem ist nichts hinzuzufügen.
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Ich arbeite seit über 10 Jahren als professioneller Fotograf mit Schwerpunkt Konzertfotografie und bin geschäftsführender Gesellschafter einer Unternehmensberatung für Social Media Networking. 




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[gebloggt] Warum Google unsere Bürgerrechte durchsetzt http://blog2.de/archiv/1307
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Bester Sebi,
dass vieles durch die Panoramafreiheit gedeckt ist, finde ich sehr gut und erfreulich. In der juristischen Diskussion (im Fach) geht es ja mehr um die Höhe der Kameras, denn in der Panoramafreiheits-Rechtssprechung geht es immer darum, dass eben z.B. Leitern nicht erlaubt sind. Wenn also die Kameras zu hoch montiert wären, dann hieße das, dass wegen genauer Auslegung der Rechtsnorm zur Panoramafreiheit nichts gegen die Aufnahmen spricht, bloß die bisher erhobenen eben nicht benutzt werden dürften, sondern neue, die dann bitte konform sind.
Sonst: Ganz in Deinem Sinne.
Gruß
Frank
Die Aufnahme muss von einem öffentlichen Weg, einer Straße oder einem Platz aus gemacht werden. Öffentlich ist der Aufnahmeort, wenn er jedermann frei zugänglich ist und im Gemeingebrauch steht; dies gilt auch für privates Gelände, wie Privatwege und Parks, wenn sie für jedermann frei zugänglich sind.[3] § 59 UrhG gilt jedoch nicht für Privatgelände, auf dem zwar Publikumsverkehr stattfindet, das aber durch Zäune oder Kontrollen vor ungehindertem Zutritt geschützt wird.[4] Eine zeitweilige, insbesondere nächtliche Schließung steht der Öffentlichkeit nicht entgegen.[5] Ausschlaggebend ist der tatsächliche öffentliche Zugang.[6] Ob Aufnahmen im Inneren von frei zugänglichen und dem Verkehr dienenden Gebäuden der Panoramafreiheit unterliegen, ist umstritten, für Bahnhöfe jedoch überwiegend verneint.[7]
aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Panoramafreiheit
Der Aufnahmestandpunkt muss zudem allgemein ohne Hilfsmittel zugänglich sein. Eine Leiter – auch wenn sie nicht dazu dienen sollte, über ein Hindernis hinwegzublicken – ist demnach genauso wenig zulässig wie ein Hubschrauber. Auch die Aufnahme von einem anderen Gebäude aus ist nicht zulässig, selbst wenn eine Genehmigung für das Betreten des Aufnahmestandpunktes vorliegt; für eine Aufnahme des Hundertwasserhauses, genauer des Hundertwasser-Krawinahauses, aus einer Privatwohnung im Obergeschoss eines gegenüberliegenden Hauses vom Bundesgerichtshof entschieden (siehe: Hundertwasserentscheidung).
[...] zu verÂdonÂnern, aber sonst: Wo liegt das ProÂblem? Habe neuÂlich mit Gewinn bei Sebi folÂgenÂdes gelesen: Würde man Google das FotoÂgraÂfieÂren von öffentÂliÂchen AnsichÂten im RahÂmen [...]
[...] ohne dass da Hoffnung auf Verpixelung bestünde. Demnächst wird Google wohl auch Bilder vom Ihmezentrum ins Web tragen, die man dann einmal mit Bildern vor dem Umbau vergleichen kann. Unfassbar, es ist [...]
ein wenig Satire, aber der Wahrheit sehr nahe:
http://www.youtube.com/watch?v=YXwKKc1aBw0&feature=related