Freitag, 16:48 Uhr schickt ein Bewerber eine leere eMail mit 6! .docx Anhängen, benannt “Neues Dokument1.docx” ff. und dem Betreff “Azubibewerbung”. Am Freitag konnte ich auf meinem Unix-System die Anhänge nicht öffnen. Heute, am Montag um 10:18 erhalte ich eine eMail vom selben Absender mit dem Text: “Wissen Sie was, vergessen Sie es… Wenn sie nichtmal in der lage sind eine Mail zu bantoworten [sic]… Denken Sie ich habe ewig Zeit?”
Ich glaube, das meinen die Ausbildungsberater mit “freundlich nach einer angemessenen Zeit nachhaken”.
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Ich arbeite seit über 10 Jahren als professioneller Fotograf mit Schwerpunkt Konzertfotografie und bin geschäftsführender Gesellschafter einer Unternehmensberatung für Social Media Networking. 



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[gebloggt] Bewerbungen – http://blog2.de/archiv/1311
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@blog2de Was zum Teufel…? #bewerbung Kein Wunder, dass es freie Azubi-Stellen gibt, die nicht besetzt werden (koennen).
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<Geil diese Spacken!! ROTFL> @blog2de [gebloggt] Bewerbungen – http://blog2.de/archiv/1311
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Ach, das ist nichts. Kennst Du den hier?:
http://img210.imageshack.us/img210/8553/bewerbungi.jpg
Diese hier ist auch großartig, jedoch schon etwas älter:
http://www.bewerbung-spedition.de/
Da werden Alpträume wahr….. das rückt die Diskrepanz zwischen Fachkräftemangel und offenen Lehrstellen doch mal wieder in ein ganz anderes Licht….
Sehr cool. Der hat es mit seiner Kariere halt eilig!
[...] Ich habe ja schon manchen komischen Kommunikationsversuch erlebt, auch in den Zeiten, in denen ich wesentlich gesellschaftskonformer lebte. Unter anderem habe ich einige Wochen lang einen Programmierer auswählen “dürfen” und hatte jeden frischen Morgen zur Begrüßung einen gebieterischen Stapel Mappen auf dem Tisch, und in jeder dieser Mappen bewarb sich jemand um einen Job, der recht hoch dotiert war. Ich hätte niemals vorher geglaubt, dass Absolventen deutscher Hochschulen so einen Bullshit in so einer mieserablen Rechtschreibung zu Papier bringen könnten (ganz offensichtlich ohne mal jemanden Korrektur lesen zu lassen) und dass sie darüber hinaus völlig unfähig zu sein scheinen, sich einfach mal zu fragen, was denn so einen Menschen mit einem Stapel Mappen auf dem Tisch besonders interessieren könnte. Um dieses kleine Geheimnis zu verraten: Das Foto ist es ebensowenig wie die Fähigkeit des Bewerbers, bei der Auswahl von Schriftschnitten und Schriftgrößen völlig emanzipiert von jeder Übersichtlichkeit oder gar Ästhetik vorzugehen. Aber eine kurze (von mir aus auch als Anlage reingelegte) Zusammenfassung, was einer kann und was einer schon gemacht hat, damit ich eine schnelle Vorsortierung machen kann, vielleicht eine kleines Anschreiben in englischer Sprache dazu (das war ein wichtiges und in der Stellenanzeige hervorgehobenes Kriterium, denn wer dort kein Englisch konnte, der war ausgeschlossener aus der Kommunikation als die beiden Leute, die kaum Deutsch konnten) — ja, so etwas hätte mir dieses Abarbeiten sehr erleichtert. Wer jemals vor der Aufgabe steht, Bewerbungen schreiben zu müssen: Denkt bitte an den armen Menschen, der irgendwo einen ganzen Stapel davon auf dem Tisch liegen hat und versucht, sich beim Marsch durch diesen Dschungel aus Papier zu motivieren! Denkt daran, dass dieser Mensch die einzelnen Mappen auseinandernimmt, um besser vergleichen zu können, und seht zu, dass auf jedem Blatt irgendwo euer Name und am besten auch eine Telefonnummer für eine kurze Rückfrage steht! Vieles Unklare lässt sich so klären, und dies vermutlich zum beiderseitigen Vorteil. Und wenn ihr eure Bewerbung als E-Mail versendet, nehmt bitte ein Dateiformat, dass jemand ohne Windows auf seinem Rechner nicht mit einem cat attachment.doc | strings | less in seiner Unix-Shell lesen muss, zumal das Dokument dabei eine oft sehr heitere Geschichte seiner früheren Änderungen erzählt! (Der Trick, den ich hier mal kurz benannt habe, funktioniert nur mit älteren Office-Versionen, aber die jetzigen Dokumente sind gezippte XML-Dateien und lassen sich ebenfalls “spanabhebend” lesen.) Ein PDF lässt sich aus jeder modernen Software heraus erzeugen. Und wenn ihr wissen wollt, wie man wirklich alles bei einer Bewerbung falsch macht, denn lest mal bei blog2.de weiter… [...]