Wer wie ich öfters an unterschiedlichen Arbeitsplätzen sitzt, weiss Cloud-Dienste zu schätzen. Bei mir sind es oft Bilddaten, die ich für Kunden dabeihaben will, aber auch Buchführungsunterlagen und viele weitere wichtige Dinge des persönlichen Bedarfs. Allerdings schmeckt der Gedanke, die wichtigen persönlichen Daten bei einem fremden Dienst dauerhaft unterzubringen nicht jedem.
Ich persönlich löse das folgendermassen: Ich habe eine Dropbox, weil die einen sehr populären Dienst grade in Deutschland darstellt, mit der ich mir durch weiterempfehlungen etwas mehr Speicherplatz “verdient” habe als die anfänglichen 2 GB. Hier liegen meine nicht-sensiblen Arbeitsdaten, und ich habe etliche geteilte Ordner mit Arbeitskollegen und Kunden. Auch die automatische Galeriefunktion für Foto-Ordner ist manchmal ganz praktisch. Doch alle Daten in der Dropse sind bei mir unsensibel – wenn die mal eines Tages von fremden eingesehen werden könnten, wäre das nicht praktisch, aber auch nicht dramatisch.
Desweiteren habe ich eine SugarSync-Box, davor hatte ich ein Asus-Webstorage, weil hier wie bei der Dropbox das Cloud-Laufwerk als eigenes Verzeichnis auf dem Rechner benutzt werden kann. Hier liegen die sensiblen Daten wie Buchführung, Rechnungen, Angebote, Verträge… Allerdings nicht im Klartext, sondern in einem TrueCrypt-Container. Dies ist ein verschlüsselter Block Daten, der mit der TrueCrypt-Software als neues Laufwerk an das System angebunden (“gemounted”) wird. Je nach gewählter Verschlüsselung und Passphrase ist die Sicherheitsstufe hier hinreichend gross. Ich halte es jedenfalls für hinreichend unwahrscheinlich, dass ein etwaiger Einbrecher beim Cloud-Dienst mit dem Truecryptvolume etwas anfangen kann.
Für die ganz paranoiden gibt es dann noch das System der “glaubhaften Abstreitbarkeit” bei TrueCrypt: Hierbei wird in einem Containter ein weitere hinterlegt, dessen vorhandensein nicht erkannt werden kann. Wird man also gezwungen, sein Passwort für den Hauptcontainer preiszugeben, kann der Angreifer nicht herausfinden, ob noch ein weitere Container im ersten liegt. In manchen Sicherheitsszenarien sicher ein grosser Vorteil.
Alles in allem bin ich mit dieser Doppellösung sehr zufrieden.
Offenlegungshinweis: Beim Klick auf den Dropbox- oder Sugarsync-Link und der Anmeldung darüber bekomme ich jeweils ein bischen mehr Speicherplatz. Wäre nett und kostet euch nix
Ich arbeite seit über 10 Jahren als professioneller Fotograf mit Schwerpunkt Konzertfotografie und bin geschäftsführender Gesellschafter einer Unternehmensberatung für Social Media Networking. 


Dropbox ist auf jeden Fall sehr praktisch. Kann man empfehlen. Hochbrisante Daten lade ich auf solche Clouddienste nicht.