Momentan ist ja die geplante EU-Mission gegen die Piraten vor Somalia im Gespräch. Natürlich würde im Ernstfall auch die deutsche Bürokratie mitschippern: Würden Somalische Piraten dort aufgebracht werden, dürften sie nur kurz festgehalten werden, bis ein Beamter der deutschen Bundespolizei eingeschifft werden würde, der dann förmlich die Festnahme aussprechen dürfte. Danach müssten sie einem Richter vorgeführt werden, um über die Untersuchungshaft zu entscheiden. Für Seeverbrechen ist allerdings das Amtsgericht Hamburg zuständig, dort müsste also ein Ermittlungsrichter per Videokonferenz angefordert werden und passende Dolmetscher organisiert. Sollte dieser nun tatsächlich auf Untersuchungshaft entscheiden, tut sich das nächste Problem auf: Es gibt keine Arrestzellen auf deutschen Kriegsschiffen. Man könnte die Piraten nun aber im Sinne der Amtshilfe bei einer Somalischen Polizeistation abliefern, der Plan der EU-Mission sieht aber vor die Piraten per Linienflug in Begleitung von Bundespolizisten nach Deutschland zu bringen, da die einheimische Justiz sich oft für unzuständig erklärt.
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Ich arbeite seit über 10 Jahren als professioneller Fotograf mit Schwerpunkt Konzertfotografie und bin geschäftsführender Gesellschafter einer Unternehmensberatung für Social Media Networking. 



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lol!
einfach lol…
und kopfschütteln natürlich!
Alles schön und gut.
Aber warum kann nicht auch der Bundespolizist die Festnahme wie der Richter die U-Haft per Videokonferenz aussprechen?
Und wieso nimmt man nicht einfach ein halbes Dutzend Bundespolizisten mit auf’s Schiff?
Warum muss immer alles so kompliziert sein. Die Piraten dürfen Schiffe kapern und danach noch in ein somalisches Gefängnis, wo sie wahrscheinlich auf Grudn von Beziehungen wieder heraus kommen und weiter Schiffe kapern. So kann man doch der Piraterie entgegenwirken.
Im SPIEGEL war neuerdings ein gutes Essay zu diesem Thema; u.a. liegt in dem Begriff “Pirat” etwas Problematisches: er klingt etwas verharmlosend, fast schon romantisierend. Dass die deutsche Bürokratie hier hilflos scheint, fand ich am Anfang auch dämlich; aber man muss schon anerkennen, dass der Ansatz, auf rechtlich gesicherter Grundlage dieses Problem anzugehen, etwas für sich hat. Die Devise, einfach mal Schiffe versenken zu spielen (so wie die Inder glaube ich), ist auf Dauer auch keine Lösung…
Nun sind ja die Probleme da, und man hat sie recht simpel gelöst, die Piraten werden nach Kenia gebracht, und man kann sich dort mit denen herumschlagen.
Ob das der Weisheit letzter Schluss ist, das weiß ich nicht. Aber es ist eben schwierig, man kann einfach ein Rechtssystem nicht für alle Eventualitäten einrichten, wo führte das auch hin.
Gruß
Frank