1.) Bewirb dich nur wenn du es auch willst.
Wenn du den Job nicht wirklich haben willst und einfach nur Massenbewerbungen fürs Arbeitsamt schreibst damit die vom Amt Ruhe geben, dann bewirb dich nicht. Nutze deine Zeit effektiver und erspare den Personalern deine Bewerbung.
2.) Absender
Benutze eine Aussagekräftige eMail-Adresse, die deine Internetqualifikation unterstreicht. Bewerbungen von “KrasserBunnyChecker1985@gmx.de” schubsen dich gleich in eine Schublade, in die du vielleicht gar nicht wolltest. Lege notfalls eine neue Adresse extra für Bewerbungen an. Ich hab auch schon Bewerbungen von Satan666 und Blasehase81 erhalten…
3.) Betreff
Verwende einen Aussagekräftigen Betreff wie z.B. “Bewerbung auf Ausschreibung 2009-38-1″. Vermeide “Hallo”, “Job”, “Arbeit”, “Unterlagen” und vor allem “(kein Betreff)”.
4.) Offline-Kontaktdaten
Vergiss nicht, deine Adresse und Telefonnummer sowohl in der Email wie auch in den Unterlagen anzugeben. Nur weil der erste Kontakt per eMail hergestellt ist, heisst es nicht, das der Personaler nicht gern einmal anruft.
5.) Anschreiben
In eine Kurzbewerbung gehört ein kurzes Anschreiben in der Email. Es reicht nicht, einfach nur Dokumente zu schicken. Meist kommen solche Bewerbungen nicht einmal durch den Spam-Checker.
6.) Anhänge
Vermeide einen bunten Mix an unterschiedlichsten Dateiformaten. Im Idealfall schickst du nur ein .PDF in dem alle Dokumente inklusive eines Anschreibens geordnet hintereinander untergebracht sind wie in einer Bewerbungsmappe. Täglich trudeln bei mir eMails ein mit einem .jpg, einem .bmp (falschrum auf dem Scanner eingescannt), einem .doc, einem .pdf und am besten noch einer Zip-Datei mit nochmal ein paar mir unbekannte Dateieformate. Mach es dem Personaler einfach und vertraue nicht darauf, das er alles öffnen und entpacken kann und will.
7.) Dateinamen
Vergebe eindeutige, leicht zuordnebare Dateinamen. “M-Mustermann-Lebenslauf.pdf” ist gut, “Scan0001.jpg” schlecht.
8.) Dateigrössen
Schicke keine Bilddateien von 20 MB Grösse. Die “grösste” Bewerbungsemail, die ich je erhielt enthielt 121 MB Daten. Sowas will kein Mensch und ist ein Garant für den Mülleimer. Eine Bewerbungsemail sollte inklusive aller Scans 1-2 MB nicht überschreiten, im Idealfall deutlich unter 1 MB bleiben.
9.) Bewerbungshomepages
Da nicht personalisiert, sind Bewerbungshomepages keine gute Idee. So etwas macht den Eindruck du wärst faul und würdest nun eine Massenemail an etliche Firmen schicken, mit der Bitte sich zu deiner Homepage zu bemühen um dort etwas über dich zu erfahren. No Go. Anders sieht es natürlich mit Referenzseiten, z.B. im Bereich Webdesign aus, aber auch dort haben pauschale Bewerbungsunterlagen etc nichts verloren.
10.) Gestaltungsoverkill
Verfasse deine Onlinebewerbungsunterlagen wie wenn du sie für Offline erstellst. Lass winkende Elefanten und zwinkernde Sonnenblumen aus deinen eMails raus – genauso wie überdimensionierte generische Fotos eines Computers oder eines Netzwerkabels in den Unterlagen.
… und zu guter Letzt: Ruf deine eMails regelmässig ab. Wenn ich auf eine Bewerbungsemail antworte erwarte ich innerhalb von 24 Stunden eine Rückmeldung. Wer sich erst eine Woche später meldet und meint, er hätte meine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erst eben gesehen, nutzt vielleicht doch das falsche Medium.
Ich arbeite seit über 10 Jahren als professioneller Fotograf mit Schwerpunkt Konzertfotografie und bin geschäftsführender Gesellschafter einer Unternehmensberatung für Social Media Networking. 



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Ist es nicht eigentlich grausam, dass es sich als notwendig erweist solche Tipps tatsächlich zu veröffentlichen? Eigentlich sollte man doch denken, die meisten dieser Hinweise würden sich schon mit einem Hauch gesunden Menschenverstandes quasi von selbst erschließen.
Offensichtlich ist dem aber nicht so, denn den Post hast du sicher nicht aus reiner Menschenfreundschaft geschrieben, sondern in einem kurzen Anfall besonderen Genervt-seins, weil es mal wieder zu viel wurde, was so an Unterlagen unter aller Sau war
……äh, und was macht dein Rätzel? äh, ich mein deine Füsse? Ich brauch noch ein Wort mit 5 Buchstaben! ….ist doch alles Kaese!
@Countzero: Eigentlich ist es Resignation
Von 10 täglichen Bewerbungen entspricht eine eigentlich als allgemeinbekannt vorraussetzbaren Anforderungen.
Besser als “KrasserBunnyChecker1985@gmx.de” wäre nur noch “null-bock@web.de”.
Du solltest mal eine Sammlung machen, von welchen “vertrauensvollen” E-Mailadressen Bewerungen bei dir eingehen!
gestern erst schrieb mit der “polenstricher@…”. ob der wohl meldepflichtigen nebentätigkeiten nachgehen möchte?
Interessant, was da so an “Unterlagen” kommt. Aber wahrscheinlich gilt doch, was Arno Schmidt schon über die Orthographie schrieb, es wäre doch hilfreich, eine vereinfachte zu nutzen für Hans und Franz, die nicht mehr als die Liste für den Einkauf notieren wollen, und eben eine zweite für Menschen, die mehr und die Zwischentöne wollen.
Arno Schmidt sah den unabweisbaren Vorteil darin (der Text findet sich u.a. in “Der Ort/Platz? an dem ich schreibe”), dass, sollte einem Hans oder Franz ein literarisches Werk in die Hände fallen er es sofort merke, und die Finger davon lassen könne.
Und so ist es offensichtlich auch mit den Bewerbungen bei Dir: Die Form hilft zur sofortigen Vorsortierung. Was schon so daherkommt, lässt mit “an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit” vermuten, dass es nicht lohnt, sich näher mit dem oder der Bewerber/in zu befassen. Das ist doch auch etwas. Und e-mail Papierkörbe sind ja schnell geleert.
Das ist doch ein echter Vorzug der Online Bewerbung: Man braucht keine Mülltrennung, um Plastik-Bewerbungsmappen von Papiermüll zu separieren.
Ich bin ja nicht sicher mit “polenstricher@”, aber das klingt doch eher unkompliziert: Scheint ja freiberuflich und nicht gewerblich zu sein, offenbar nicht konkurrierend mit dem, was er bei Dir/Euch tun will. Also: Why not?
Gruß
Frank
Der “Polenstricher” hat im übrigen nichts mit Dienstleistungen aus dem Rotlichtviertel zu tun. Mir ist der Begriff so geläufig, dass er für Menschen die sich an einem bestimmten Ort als Tagelöhner (für einen Hungerlohn) zur Verfügung gestellt werden, genutzt wird.
Wenn mann sich mal so ansieht, was für “Experten” in den meisten Personalabteilungen sitzen, ist das überhaupt ein Wunder wenn die es schaffen eine E-Mail zu empfangen und zu beantworten. Aber große Ansprüche bei anderen Leuten stellen, dass sind mir genau die Richtigen !
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