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Sebastian Gerhard
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Wireless Shooting mit der D300

Anno Domini 2009, der 15. des November in allgemein by Sebastian

Grade wenn man im Studio zu tun hat und man so exakt wie möglich arbeiten möchte, schaut man viel auf den Computermonitor und nicht so oft auf den Kamerabildschirm. Auch für das Model ist es angenehm, das eben geschossene Bild sofort auf einem grossen Monitor sehen zu können um so Posenkorrekturen vornehmen zu können.

Aus diesem Wunsch suchte ich nach einer Funklösung für meine D300. Da gibt es momentan den WT-4 von Nikon, ein Funksender in Form eines Batteriegriffs für ca. 800 EUR. Dieser funktioniert allerdings nur an D3 und D300 und wird vermutlich in einem Jahr schon von der nächsten Generation der Kamerabodies überholt sein.

Eine Low-Cost lösung ist die Eye-Fi Card, die in grösseren Nikonkameras aber nur mit einem CF-zu-SD-Adapter funktioniert, und auch dann nur .jpgs überträgt. Da ich fast ausschliesslich in RAW fotografiere, kam diese Lösung
nicht in Frage.

Als Ideal erwiesen hat sich bisher die Lösung, die Kamera per USB-Kabel direkt an das Notebook anzuschlissen, wäre da nicht das Kabel. Dort können dann alle Funktionen der Kamera ferngesteuert sowie Serienaufnahmen gemacht werden, und andersrum sendet die Kamera jedes geschossene Foto direkt auf den Monitor des Notebooks. Dazu kann man entweder das Nikon-eigene “Nikon Camera Control Pro 2.0″ verwenden, was ca. 160 EUR kostet, oder eine der vorhandenen kostenlosen Freewareprodukte, wie z.B. Photoremote (www.photoremote.de) oder DIYPhotobits Camera Control 4.0 (http://www.diyphotobits.com/category/download/).

Alles was fehlt war ein WLAN-Kabel :) Da vor kurzem der Wireless-Standard erweitert wurde fiel mir in einem Canon-Blog (manchmal bin ich umtriebig ;) ) ein neues Produkt auf, welches aus zwei miteinander funkenden USB-Sticks bestand, die sich wie ein USB-Kabel verhielt.

Nachdem ich dieses bestellt hatte sah ich, dass der Stick für den Sender (obwohl die Kommunikation natürlich bidirektional ist) noch einen seperaten Stromanschluss hat. Somit brauchte es also eine Stromversorgung. Eine kleine reichelt.de-Experimentier-Bestellung brachte mir also diverse Batteriepacks und möglich passende Anschlusstecker. Man hätte natürlich den Durchmesser ausmessen können, aber von 5 blind bestellten Steckern passten zwei und ich hatte, alles was ich brauchte.

Fürs erste musste ich testen, ob der Strom aus 4 1.5V-Mignons (die gibts bei mir im Überfluss) auch reichte. Also habe ich einen Stecker an den Batteriehalter gelötet und das ganze kurz getestet – funktioniert.

Insofern war die Bastelei kaum der Rede wert: Erstmal das ganze provisorisch kompakt mit Kabelbindern vereint, ein schmuckes Keylace drangeklippt, so dass man sich das ganze um den Hals hängen kann, und dann noch ein USB-kabel zur Kamera eingesteckt. Fertig. “Works like a Charm” wie der Amerikaner sagt.

Im Test kommt das gute Stück auf ca. 200MB/s Datenübertragung, was für alle meine Kameradaten mehr als genug ist, und eine Entfernung von ca. 10 Metern, was für ein Studio völlig ausreichend ist. Ausserdem hat das ganze den Vorteil, jedes USB-Gerät per Funk anbinden zu können – also flugs in die USB-Festplatte, Daten übertragen, dann an den Drucker, dann an eine Miniknipse, dann an den USB-Bilderrahmen – die Möglichkeiten sind endlos. Und durch die Nicht-Destruktive Bastelweise kann das Gerät natürlich immer wieder an das Originalnetzteil ortsgebunden angeschlossen werden. Diese Lösung funktioniert also für jede Kamera jeder Marke, die einen USB-Anschluss hat.

Nachtrag: Der Subfrequenzblogger sagt, Eye-Fi könne auch Raw – schauen wir mal was er berichtet. Einer CF-zu-SD-Lösung für meine D300 traue ich da aber nicht. Und kwerfeldein hat gebloggt, wie man Lightroom so konfiguriert, dass die ankommenden Daten  direkt eingelesen werden.

7 Responses so far.

  1. Schrauber sagt:

    Klasse Idee, der neue “Standard” heißt Ultra Wide Band (UWB).
    Anbei eine weitere Anleitung:
    http://www.homebrewusb.com/

  2. bigbass sagt:

    Die Eye-Fi Pro mach auch RAW, und ermöglicht AdHoc-Verbindungen zu Netzwerken. Und das ohne Kabel, Batterien, um-den-Hals-häng, etc. Leider nur als SC, aber als D90-User stört mich das nicht. Im Gegenteil: die D90n ist für diese Karte extra vorbereitet, sagt man. Ich melde mich, wenn ich die Karte ausprobiert habe.

    Bassigst!

  3. Schrauber sagt:

    …Eye-Fi noch besser, aber nicht ganz unproblematisch.
    Siehe hierzu:
    http://www.synology-forum.de/showthread.html?t=6091
    Werde sie mir trotzdem zulegen. Soll ca. 13m Innen und 27m Außen an Reichweite schaffen.

  4. Lupillo sagt:

    tolle Idee!

    von wem sind denn die funkenden USB Sticks? Ich würde mir diese Lösung gerne für die d 700 bauen. Eine Antwort wäre super :-) )

  5. blog2de blog2de sagt:

    [New Post] Wireless Shooting mit der D300 – via #twitoaster http://blog2.de/archiv/469
    via Twitoaster

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