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	<title>blog2.de &#187; meinung</title>
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	<description>Im echten Leben bin ich übrigens Internetpromi.</description>
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		<title>so.cl &#8211; Ich sehe was, was du grad suchst.</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 12:33:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe grade Microsoft&#8217;s Social-Such-Dienst so.cl getestet ausprobiert. Die Anmeldung hatte mich schon überfordert, aber nur weil es keinen Anmeldung-Abschliessen Knopf gab. Bis mir dann wieder einfiel, dass ich Facebook-Skripte und -Buttons komplett blocke. Die wieder aktiviert, erschien auch der &#8220;Login with Facebook&#8221;-Datenkraken-Knopf. MS hätte also gern gleich ein paar Infos von mir, verspricht dafür [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog2.de/wp-content/uploads/2012/01/socl.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-1855" title="socl" src="http://blog2.de/wp-content/uploads/2012/01/socl-300x216.gif" alt="" width="300" height="216" /></a> Ich habe grade Microsoft&#8217;s Social-Such-Dienst <a href="http://www.so.cl/#" target="_blank">so.cl</a> <span style="text-decoration: line-through;">getestet </span>ausprobiert. Die Anmeldung hatte mich schon überfordert, aber nur weil es keinen Anmeldung-Abschliessen Knopf gab. Bis mir dann wieder einfiel, dass ich Facebook-Skripte und -Buttons komplett blocke. Die wieder aktiviert, erschien auch der &#8220;Login with Facebook&#8221;-Datenkraken-Knopf.<br />
MS hätte also gern gleich ein paar Infos von mir, verspricht dafür aber hoch und heilig, nichts an meine Facebook-Wall zu posten. Wollen wir das mal glauben.</p>
<p>Man kann bei So.Cl entweder eine Suchanfrage eingeben oder einen Beitrag posten. Die Suchergebnisse sollen ganz toll sein, weil sie vor allem erstmal aus dem sozialen Netzwerk des Suchenden geschöpft werden. War jetzt bei mir mit einem Follower (Danke Romy <img src='http://blog2.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) nicht wirklich ergiebig. Ansonsten sind die Suchergebnisse etwas verwirrend gleichförmig aufgearbeitet und die Bildersuche halte ich für nicht produktiv verwertbar.<span id="more-1854"></span><br />
so.cl möchte aus wirkich jede Suchanfrage gleich ein soziales Happening machen und schlägt dir für jeden Suchpups vor, dass du diesen mit möglichst vielen Bildern auf deiner so.cl-seite postet. Der Rest drumherum ist mit facebook-typischen Elementen garniert, und gaukelt eine soziale Einbindung vor. Da aber ausser Suchergebnissen und Text-posts nichts geteilt wird, beschränkt sich der Nutzen meines bisherigen Kenntnisstandes daraf zu spannern, was meine Freunde so suchen. Ich hab natürlich nur anständige Freunde, aber lustig wirds sicher, wenn der Normalnerd die Sachen sucht, die normalerweise eben im Internet so gesucht werden. Mal sehen, ob die Bilder dazu dann auch gleich gefunden werden. Das könnte dem ganzen dann die kritische Masse an Zusatznutzen bringen den es braucht, um erfolgreich zu werden. Vorrausgesetzt, Anonyme Accounts werden nicht wie bei G+ verfolgt und geächtet <img src='http://blog2.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Convention Camp Hannover &#8211; #cch11</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 21:50:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Da war es wieder, das Klassentreffen. 8 Tracks mit insgesamt über 50 Sessions, 1500 Teilnehmer, wuselige Hektik, wenn man die Timetable liest, denkt man, man sei in einem Zukunftsinnovationsinkubator und würde dem erneuten Interneturknall beiwohnen. So jedenfalls kam mir die der Anspruch der Aussenwirkung vor, und die Fülle der zukunftsbezogenen Themen, die behandelt wurden sprach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da war es wieder, das Klassentreffen. <a href="http://blog2.de/wp-content/uploads/2011/11/fotografirma.de-SGF_0550.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1832" title="fotografirma.de-SGF_0550" src="http://blog2.de/wp-content/uploads/2011/11/fotografirma.de-SGF_0550-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>8 Tracks mit insgesamt über 50 Sessions, 1500 Teilnehmer, wuselige Hektik, wenn man die Timetable liest, denkt man, man sei in einem Zukunftsinnovationsinkubator und würde dem erneuten Interneturknall beiwohnen. So jedenfalls kam mir die der Anspruch der Aussenwirkung vor, und die Fülle der zukunftsbezogenen Themen, die behandelt wurden sprach eine deutliche Sprache. Da muteten einige der freien Sessions mit bodenständigem Futter wie &#8220;Abmahnung, was tun&#8221; oder den unvermeidlichen SEO-Vorträgen fast schon altbacken an.</p>
<p>Bei den freien Sessions versuchten einige, mit provokativen Überschriften wie &#8220;Scheiss auf Fans und Follower&#8221; ihren Raum zu füllen, andere glitten in eine Werbeveranstaltung ab und wurden prompt via Twitter dafür abgestraft. Sowieso scheint Twitter die kommunikative Lebensader der Unkonferenz zu sein &#8211; fast jeder tickert auf seinem mobilen Endgerät beim blauen Vögelchen über das, was er grade hört, oder liest interessiert, was die anderen grade berichten. <span id="more-1830"></span></p>
<p><a href="http://blog2.de/wp-content/uploads/2011/11/fotografirma.de-SGF_0539.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1831" title="fotografirma.de-SGF_0539" src="http://blog2.de/wp-content/uploads/2011/11/fotografirma.de-SGF_0539-e1320787170746.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a></p>
<p>Wie gesagt &#8211; 8 Tracks, also ständig 8 Sessions gleichzeitig, da verpasst man immer etwas, was man gerne hören würde. Aber das scheint wohl so sein zu müssen. Jedoch einen Kritikpunkt, den ich<a href="http://blog2.de/archiv/1342" target="_blank"> im letzten Jahr schon anbrachte</a>, fiel mir wieder sehr negativ auf: Zeit fürs Netzwerken fehlt tagsüber, wenn man nicht bewusst auf Sessions verzichtet.  Und mir jedenfalls ist dies sehr wichtig, und ich war überrascht, wieviele bekannte Gesichter mir über den Weg gelaufen sind &#8211; das gemeinsame Hashtag #cch11 auf Twitter hilft ungemein, Leute zu finden, die auch da sind.</p>
<p><a href="http://blog2.de/wp-content/uploads/2011/11/fotografirma.de-SGF_0578.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1833" title="fotografirma.de-SGF_0578" src="http://blog2.de/wp-content/uploads/2011/11/fotografirma.de-SGF_0578-e1320787599680.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a></p>
<p>Eine Session, auf die ich mich besonders freute, war &#8220;Ihr werdet Euch noch wünschen wir wären politikverdrossen&#8221; vom Grünen-Politiker Malte Spitz, dem Journalisten Richard Gutjahr und Prof. Dr. Scherer. Es ging um die Einflüsse der Medien auf die Politik, aufgehängt am Arabischen Frühling, wobei die meiste Zeit anhand der deutschen Minirevolution der Stuttgart-21-Bewegung diskutiert wurde. Mir fehlte es etwas an Tiefe, aber die Nachfragen des Moderators Gutjahr waren intelligent und die Session wirkte frisch.</p>
<p><a href="http://blog2.de/wp-content/uploads/2011/11/fotografirma.de-SGF_0583.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1834" title="fotografirma.de-SGF_0583" src="http://blog2.de/wp-content/uploads/2011/11/fotografirma.de-SGF_0583-e1320787834718.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a></p>
<p>Einer der Keynotespeaker war der Schriftsteller Frank Schätzing, bekannt von Romanen wie &#8220;Der Schwarm&#8221; oder &#8220;Limit&#8221;. Seine Kompetenz liegt in der fundierten Auseinandersetzung mit der fiktionalen Zukunft, und er kam immer wieder auf Plausibilitätswertungen zu sprechen, ab wann eine formulierte Vision als realistisch vom Leser akzeptiert werden kann. Nach einem fiktionalen Ausflug in den Weltraum wurde dann noch ausgiebig ein Thema eruiert, das ihm wohl sehr am Herzen liegt: Wie pflanzt man sich wohl im All fort &#8211; zu dieser Zeit leerte sich der Anfags sehr volle Saal aber doch sichtlich.</p>
<p>Ganz besonders erfreut war ich über die Präsenz meiner GEZ-Gebühren in Form des NDR &#8211; Einerseits streamten sie dankenswerterweise die Session von Gutjahr &amp; co im Netz und andererseits hielt Steffen Gurr vom Landesfunkhaus Hannover als Leiter der Onlineredaktion eine eigene Session zum Thema &#8220;Zwischen Attraktion und Auftrag &#8211; Bewegtbild beim NDR&#8221;.</p>
<p>Insgesamt eine gelungene Veranstaltung, die mal wieder zeigt, dass die  virtuelle Community gar nicht so virtuell ist, und das Einzugsgebiet der  Teilnehmer inzwischen wirklich mehr als Deutschlandweit ist &#8211; ein gutes  Zeichen der inzwischen grossen Akzeptanz des Convention Camps.</p>
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		<title>Kundenservice</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 07:52:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt sie noch, die kleinen Firmen, bei denen Kundenservice und -zufriedenheit nicht nur eine Werbephrase sind. Grossen Dank an die Firma http://ds-photoshop.de/ von Dietmar Schmidmeier, dem die Liebe zur Fotografie und das Wohl des Kunden wirklich am Herzen liegen, und der die Komplikationen mit meiner Bestellung professionell gelöst hat. Und nein, für diese Dankeshymne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt sie noch, die kleinen Firmen, bei denen Kundenservice und -zufriedenheit nicht nur eine Werbephrase sind. Grossen Dank an die Firma <a href="http://ds-photoshop.de/" target="_blank">http://ds-photoshop.de/</a> von Dietmar Schmidmeier, dem die Liebe zur Fotografie und das Wohl des Kunden wirklich am Herzen liegen, und der die Komplikationen mit meiner Bestellung professionell gelöst hat. Und nein, für diese Dankeshymne wurde ich nicht extra bezahlt <img src='http://blog2.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Facebook: Datenkrake und Ego-PR-Maschine</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jun 2011 09:53:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Artikel (Achtung, langer Text ) ist eine Antwort auf Robert Kindermanns Blogbeitrag vom 18.05. Robert hat vor einigen Monaten sein Facebookprofil gelöscht, und seine Kernthese ist: Facebook ist nicht kostenlos sondern wird mit privaten Daten bezahlt, und er ist glücklicher, seit er es los ist. Lest ruhig zuerst seinen Artikel &#8211; er hat in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Artikel (Achtung, langer Text <img src='http://blog2.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) ist eine Antwort auf <a href="http://www.wir-muessen-twittern.de/blog/2011/05/18/mein-leben-ohne-facebook/" target="_blank">Robert Kindermanns Blogbeitrag vom 18.05.</a> Robert hat vor einigen Monaten sein Facebookprofil gelöscht, und seine Kernthese ist: Facebook ist nicht kostenlos sondern wird mit privaten Daten bezahlt, und er ist glücklicher, seit er es los ist.</p>
<p>Lest ruhig zuerst seinen Artikel &#8211; er hat in allen Punkten recht und doch stimme ich ihm nicht zu. Denn als Robert sein Profil löschte, habe ich das Gegenteil gemacht: Ich habe mein Facebookprofil so weit es ging geöffnet. Um meine Fotos, meine Pinnwandbeiträge zu sehen muss man nicht einmal mehr mit mir befreundet sein, und ich habe angefangen, fast jede Freundschaftsanfrage anzunehmen. Bin ich verrückt geworden? Sind mir meine privaten Daten nichts wert? Hier nun der etwas unstrukturierte Versuch, meine Datenpolitik zu Facebook zu erläutern.<br />
<img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/2cc2e8f1575e4c69ae8269137018ccad" alt="" width="1" height="1" /><br />
<span id="more-1760"></span><strong>1.) Ich <em>nutze </em>Facebook. </strong></p>
<p>Nutzen heisst, dass ich dort bewusst handle und versuche, einen Informatorischen Mehrwert im privaten und gewerblichen für mich zu maximieren. Mehrwert in Form von Informationen, Networking, neuen Kontakten, PR für meine Aktivitäten und ganz simpel: für das generieren von Aufträgen und einholen von Informationen von Menschen, die mich interessieren. Und ich bin mit dem Ergebnis so sehr zufrieden, dass ich z.B. das bloggen hier für Facebook ziemlich vernachlässige.</p>
<p><strong>2.) Was bekommt Facebook von mir?</strong></p>
<p>Vor allem erstmal meine Arbeitsproben. Ich poste sehr viele Fotos, die alle mit einer gut lesbaren URL auf Seiten von mir versehen sind, damit Leute, die sich für mich interessieren, einen Eindruck meiner fotografischen Arbeit bekommen. Aber nicht nur Ergebnisse sondern auch &#8220;Making ofs&#8221; sind spannend, oft sogar spannender, weil ich damit einen Eindruck von meiner Arbeitsweise vermitteln kann, wie es sonst nur persönlich vermittelbar wäre. Ich weiss, dass Facebook sich Nutzungsrechte aller hochgeladener Bilder vereinnahmt. Solange meine URL gut sichtbar ist, habe ich damit kein Problem. Der Mehrwert, den meine Fotos im öffentlichen Raum dort für mich haben, gleicht das mehr als aus.</p>
<p>Dann meine Meinung &#8211; ich kommentiere öfters, poste kleine lustige Gegegenbeheiten aus meinem privaten oder gewerblichen Alltag und teile Links, die mich interessieren. Whoops. Privatsphäre. Oder nicht? Ja und nein. Ich poste sehr bewusst und gestalte damit ein menschliches Bild von mir. Wer sich durch meine Beiträge liest, so hoffe ich, kann sich ein wenig ein Bild darüber machen, was für einen Charakter er dort vor sich hat. Ich schätze das sehr, sich so ein wenig eine Meinung über einen Menschen bilden zu können, abseits von der rein gewerblichen Darstellung auf einer professionellen Homepage. Aber natürlich ist klar: Ich habe die volle Kontrolle über das, was ich veröffentliche, und ich tue es bewusst.</p>
<p><strong>3.) Places, Orte und Veranstaltungen</strong></p>
<p>Wenn ich in einem Cafe sitze und mich freuen würde, wenn ein Bekanntes oder noch unbekanntes Gesicht vorbeischauen würde, logge ich mich bei Foursquare oder Facebook-Places ein, um so anderen mitzuteilen: Ich bin hier. Ich schätze das sehr, hat es doch schon für einige sehr interessante spontane Bekanntschaften gesorgt. Wenn ich nicht möchte, dass jemand weiss wo, oder mit wem ich wo bin, zwingt mich niemand mich einzuloggen. Genauso ist es mit Veranstaltungen: Ich nehme öffentliche Einladungen an, wenn ich möchte, dass andere wissen, dass ich dort hingehe. Ich bin selber schon zu einigen Veranstaltungen gegangen, weil ich wusste, dass dort Leute sind, die mich Interessieren, eben weil sie sich öffentlich angemeldet haben. Genauso gehe ich zu Veranstaltungen, ohne Facebook in Kenntnis zu setzen.</p>
<p><strong>4.) Freunde oder Bekannte oder Interessierte?</strong></p>
<p>Ich finde die Betitelung &#8220;Freunde&#8221; bei Facebook sehr unglücklich. Das Twitter-Prinzip des &#8220;Folgens&#8221; passt da viel eher. Zuerst hatte ich wirklich nur Freunde bei Facebook. Dann kamen reale Bekannte dazu. Dann virtuelle Bekannte. Bei ca. 220 &#8220;Freunden&#8221; habe ich mein Profil geöffnet und die meisten Freundschaftsanfragen angenommen. Nun habe ich 610 Leute, die sich für mich Interessieren oder ich für sie. Ich habe auch kein Problem mehr damit, unbekannten eine Freundschaftsanfrage zu stellen, wenn sie mich interessieren. Im Gegenzug bin ich über eine Ablehnung natürlich nicht enttäuscht &#8211; jeder hat seine eigene Datenpolitik auf den blauen Seiten.</p>
<p><strong>5.) Wie gefährlich ist die Datensammlung?</strong></p>
<p>Robert warnt vor Identitätsdiebstählen oder -erpressungen oder das veröffentlichen der &#8220;absoluten Wahrheit über einen&#8221;. Letzteres wäre spannend, kann aber mit Netzmitteln nicht zusammengestellt werden. Alles, was ich z.b. bei Facebook poste, würde ich auch so öffentlich sagen. Wer wissen will, wie mein Mittagessen aussieht und ob auf der Chinamann-Karte lustige Rechtschreibfehler drauf waren, kann das gerne erfahren.  Mit nichts in meinem Facebook-Account könnte man mich erpressen.</p>
<p>Von Kindheit an lernen wir, das eine Haustür dazu da ist, verschlossen zu werden. Damit keine bösen Männer in die Wohnung kommen. Klar. Wir gehen Millionenmal durch so eine Tür, wir schliessen sie Millionenmal auf und zu. Das haben wir soziologisch antrainiert bekommen. Das Netz ist neu &#8211; und für viele von uns wirkliches Neuland. Alles ist bunt, blinkt, und viele wissen nicht wirklich, wie das System dahinter funktioniert. Aus diesem Grund sind Warner wie Robert wichtig &#8211; Wer nicht weiss, in was für eine Box er grade welche Information eingibt, und wo die dann beabsichtigt und evtl. unbeabsichtigt landen kann sollte es besser lassen.</p>
<p><strong>6.) Was bringt mir Facebook?</strong></p>
<p>Vor allem erstmal Informationen. Ich habe sehr viele Fotografen als Bekannte &#8211; und ich schaue mit Freude regelmässig durch die Arbeiten der anderen. Das ist inspirierend aber auch hochinformativ &#8211; Zum Beispiel welche Arten von Bildern welche Reaktionen bei den Lesern erzeugen. Dann interessieren mich Netzwerke &#8211; Wer kommentiert z.B. bei wem? Es gibt etliche Kommunikations-Alphatierchen, die eine Schar von kommentierenden Trabanten um sich gesammelt haben, und diese Netzwerkknotenmenschen sind ein wichtiger Multiplikator für geschäftliches. Aber auch private Kontakte sind mir dort wichtig &#8211; z.b. hatte ich nach meinem Amerika-Austauschaufenthalt über 10 Jahre keinen Kontakt mehr zu meiner Austauschfamilie. Dank Facebook haben wir jetzt wieder Kontakt, sehen täglich, was bei Ihnen passiert, und schreiben uns. Das sind Einblicke, die ich nicht mehr missen möchte.</p>
<p><strong>7.) Wie wird das in Zukunft?</strong></p>
<p>Meine Eltern sind sehr auf Datenhygiene bedacht. Beide haben zwar eine eMailadresse, mein Vater ist bei Facebook, allerdings unter einem Pseudonym und ohne Daten preiszugeben. Sie sind in einer Gesellschaft aufgewachsen, in der die Privatsphäre ein Sanktuarium ist. Das ist völlig in Ordnung, sie halten die Öffentlichkeit aus Ihrem Leben und erwarten nichts von selbiger. Und die Möglichkeit, mit falschen Daten einen anonymen Account zu schaffen hat jeder &#8211; und kann so ersteinmal probieren, wie er dort in der Netzöffentlichkeit zurecht kommt.  Bei mir ist das anders: Ich will mich fortentwickeln, vernetzen, Neues kennenlernen, andere Bereiche begreifen. Das geht, indem ich mehr Menschen mit unterschiedlichen Sichtweisen kennenlerne und diese mich, so dass wir uns gegenseitig beeinflussen können. Dazu muss ich aus der Anonymität heraustreten. Denn wer will eine schwarze Blackbox kennenlernen &#8211; niemand redet mit jemandem, der im Trenchcoat und Schlapphut im Schatten hinter einer Mülltonne lungert und einseitige Fragen stellt. Man muss ins Licht. Und ich halte es für gar nicht schwer, bewusst Datenmanagement zu betreiben, bewusst abzuwägen: Was darf die Welt wissen und was halte ich Privat. Das mir das gelingt, merke ich vor allem daran, wenn Kontakte aus der Virtualität in die Realität herüberschwappen. Menschen, die ich übers Netz kennengelernt habe, haben Zugriff auf bestimmte Informationen von mir. Aber erst in der Realität, in vertrauensvollen Gesprächen und wenn man sich zu kennen meint, kommt der Rest zutage. Ich habe schon etliche Menschen durchs Netz kennengelernt die ich nicht mehr missen möchte und doch immer wieder die Erfahrung gemacht, dass sie in &#8220;echt&#8221; ganz &#8220;anders&#8221; sind. Weil sie eben aktive Datenhygiene betreiben und sehr bewusst abwägen, was sie veröffentlichen und was nicht. Dies führt dazu, das man sich ein gesteuertes, gewolltes Bild schafft, das sich erst bei einem realen Kontakt erweitert. Darauf muss man vorbereitet sein.</p>
<p>Denn so sehr wir über Facebook oder Google als die Datenkrake schimpfen &#8211; die Informationen da drin wurden alle von uns eingegeben. Wichtig ist, dass wir es bewusst tun und uns fragen: Angenommen, diese Information würde morgen der Aufmacher der Tagesschau sein: Würde mich das stören?</p>
<p>Achja, eins war da noch:</p>
<p><strong>8.) Wieso fotografieren Menschen ihr Essen?</strong></p>
<p>In meinen Coachings zu Social-Media-Themen kommt immer wieder die eine Frage auf: Wieso stellen Menschen Fotos von Ihrem Mittagessen ins Internet stellen oder warum beispw. die eigene <a href="http://www.eurotops.de/armbanduhren/">Lieblings Armbanduhr</a> jedem zur Schau gestellt wird. Ich liebe diese Frage, und die Antwort ist genauso ernüchternd wie simpel: Eben weil sie es können. Wer sich nicht viel mit dem Netz beschäftigt, wird die Stirn runzeln. Wer nichteinmal ein Telefon mit Kamera besitzt, noch viel mehr. Das kann ich verstehen, und aus dem Kontext gerissen mag das sehr sonderbar aussehen. Aber das Netz ist Information, egal ob nützlich oder nicht. Und es schenkt Aufmerksamkeit, wenn man Informationen hineinfüttert. Und beides zusammen bereitet Freude. Eine Generation vor uns trug man eine Mickey-Mouse-Krawatte, weil man darauf angesprochen wurde. Verrückt. Irgendwann kam der Trend auf, ins Graue Haar ab 80 nochmal Lila Strähnchen zu machen. Weil man darauf angesprochen wurde. Verrückt. Menschen geniessen Aufmerksamkeit, weil daraus ein Dialog entstehen kann, der einen sich Fortentwicklen lässt. Das ist im Netz genauso wie im Kaffeehaus.</p>
<p>Seid euch klar darüber, was eurer Informationen wirklich Privat, Öffentlich-Persönlich und Öffentlich-Offiziell sein soll. Und vielleicht wollen wir ja Facebook-Bekannte werden &#8211; ich würd mich freuen. <a href="http://www.facebook.com/venturemedia" target="_blank">Einfach hier klicken.</a></p>
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		</item>
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		<title>Ich glaub, es hackt.</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Feb 2011 07:11:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Bild]]></category>
		<category><![CDATA[Judith Holofernes]]></category>
		<category><![CDATA[Jung von Matt]]></category>
		<category><![CDATA[Wir sind Helden]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Agentur Jung von Matt hat Judith Holofernes von &#8220;Wir sind Helden&#8221; gefragt, ob sie nicht bei der Bild-Kampagne mit den Promi-Testimonials mitmachen möchte. Und sie hat sehr cool reagiert. Nachtrag: Die inzwischen bekanntgewordene Antwort von Jung von Matt klingt etwas arg gekünstelt. Vermutlich denken die, das wäre cool. Nachtrag2: Es mehren sich Anzeichen, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Agentur Jung von Matt hat Judith Holofernes von &#8220;Wir sind Helden&#8221; gefragt, ob sie nicht bei der Bild-Kampagne mit den Promi-Testimonials mitmachen möchte. Und <a href="http://www.wirsindhelden.de/2011/02/1069/" target="_blank">sie hat sehr cool</a> reagiert.</p>
<p>Nachtrag: Die inzwischen bekanntgewordene <a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/520439/3/1?yiidit=facebook.4d677ced393c899847000005" target="_blank">Antwort von Jung von Matt</a> klingt etwas arg gekünstelt. Vermutlich denken die, das wäre cool.<br />
Nachtrag2: Es mehren sich Anzeichen, dass die Antwort eine ungekennzeichnete Satire der süddeutschen ist.</p>
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		<title>Staatliche Erziehungsmassnahmen / #jmstv</title>
		<link>http://blog2.de/archiv/1532</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 14:31:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[staatsvertrag]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit dem Convention Camp rege ich mich drüber auf, und seitdem sage ich mir, ich müsste nicht auch noch drüber bloggen. Nun tu ich es doch. Deutschland, du spinnst. Ja du, mein Deutschland. Eigentlich eher die Regierung, insbesondere das Bundesfamilienministerium, das wohl nicht unerheblich zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag beigetragen hat. Welcher Irrsinn dies für kleine und kleinste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/30587fc4699e457a94c9d77379d8efad" width="1" height="1" alt=""/><img class="aligncenter size-full wp-image-1535" title="JMSTv" src="http://blog2.de/wp-content/uploads/2010/11/DSC_4742-500px.jpg" alt="" width="500" height="118" />Seit dem<a href="http://blog2.de/archiv/1342" target="_blank"> Convention Camp</a> rege ich mich drüber auf, und seitdem sage ich mir, ich müsste nicht auch noch drüber bloggen. Nun tu ich es doch. Deutschland, du spinnst. Ja du, mein Deutschland. Eigentlich eher die Regierung, insbesondere das Bundesfamilienministerium, das wohl nicht unerheblich zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag beigetragen hat. Welcher Irrsinn dies für kleine und kleinste Webseitenbetreiber bedeutet, und das dort Schutzmassnahmen gefordert werden, die es noch gar nicht gibt, könnt ihr im Netz viel besser nachlesen, als ich es hier zusammentragen könnte. [z.B. <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Blog-macht-wegen-neuem-Jugendschutzgesetz-dicht-Update-1144566.html" target="_blank">bei Heise</a> oder<a href="http://t3n.de/news/neuer-jmstv-286977/" target="_blank"> bei t3n</a>,bei <a href="http://www.robertbasic.de/2010/11/jmstv-ficken-bumsen-blasen-lecken/" target="_blank">Robert Basic</a> , <a href="http://www.nerdcore.de/wp/2010/11/30/jmstv-on-the-bahamas/" target="_blank">Nerdcore</a>, <a href="http://www.scherzinfarkt.net/2010/11/diesen-beitrag-bitte-erst-ab-18-lesen/" target="_blank">Scherzinfarkt</a>, <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/12/01/warum-blogger-gelassen-bleiben-konnen/" target="_blank">Lawblog</a>] Oder bei <a href="http://www.amypink.com/2010/11/how-the-government-deletes-us-youth-protection-hates-us/" target="_blank">Amy&amp;Pink</a>].<br />
<span id="more-1532"></span><br />
Genau wie schon bei der Stoppschilddebatte geht es doch im Kern darum, dass sich unsere Politiker einerseits verantwortlich für das Übel im Internet und andererseits hilflos fühlen. Klar, kann ich ihnen nicht verübeln, sie haben Ihre Jugend ja auch nicht wie ich im Netz verbracht. Die waren draussen, haben in der freien Natur im Wald gespielt, sind hingefallen, haben sich mit blutigen Knien nach Hause zu Mutti geschleppt, Mutti hat daraufhin die eine Hälfte des Waldes mit Stoppschildern &#8220;Hinfallen Verboten&#8221; versehen, die andere einfach abgeholzt, und dann das Gras gegen Matratzen ausgetauscht. Danach hat Mutti den Wald mit Netzen abgedeckt, damit die Vögel fernbleiben. (Wisst ihr, wieviele Viren und Bakterien in Vogelkot sein können? Nein? Ich auch nicht. Und genau deswegen!). Dann ist Papi gekommen und hat nur den Kopf geschüttelt, denn wenn was Mutti nicht aufgefallen ist: Die Kinder haben ja miteinander gespielt &#8211; mit FREMDEN. Wer weiss was Fremde so alles mit den Kindern machen können. Beeinflussen zum Beispiel. Jedenfalls wurden die Kinder dann in die Keller eingesperrt, die Eltern haben einfach &#8220;Wald.Cool.&#8221; auf die Tür geschrieben und in dieser klinisch reinen Gummizelle sind die Politiker von heute vermutlich behütet aufgewachsen.</p>
<p>Das Problem ist nicht das Internet. Das existiert mit vielen Guten und einigen schlechten Seiten, wie es in jeder Stadt ein Rotlichviertel gibt und in irgendwelchen Hinterhöfen Polnische Zigaretten und Niederländische Drogen günstig zu haben sind. Das Internet ist auch kein rechtsfreier Raum genauso wie es ein Hinterhof nicht ist. Die Verantwortlichkeit liegt vor allem erstmal bei den Eltern. Es kann doch nicht Aufgabe des Staates sein, die Erziehung der Kinder zu überwachen. <strong>Ob ein Kind im Internet auf Erwachsenenseiten surft oder mit dem grossen Messer aus der Küche spielt &#8211; das ist Aufgabe der Eltern da ein Auge drauf zu haben. </strong>Oder wollen wir staatlich verordnete Stoppschilder in jeder Küche an die Messerschublade anbringen müssen? &#8220;Nur von 22:00 &#8211; 06:00 Uhr zu öffnen&#8221;.</p>
<p>Kinder brauchen Vorbilder. Eltern, die verantwortungsbewusst informieren und den Kindern auch erklären, warum etwas nicht gut für sie ist. Was nützt denn das Aussperren aller deutscher Seiten ab 22 Uhr für Kinderaugen? Bilder sind von Amerikanischen Seiten genauso &#8220;grafisch&#8221; wie von Deutschen &#8211; ein Klick, und die Kinder kommen an die Inhalte die sie Interessieren. Hier ist das Elternhaus gefragt, und nicht das Familienministerium. Ganz abgesehen davon zerstört der Staat mit solchen Gesetzen zu 90% kreative und spannende Webseiten, die aufgrund der rechtlichen Hürden nicht oder nicht mehr in vollem Umfang inhalte anbieten können. Aus Irrsinn.</p>
<p>Ich geh jetzt mit der Motorsäge in den Wald und sorge dafür, dass sich kein Politiker mehr an herunterfallenden Blättern verletzt.</p>
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px;">
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading">Jugendmedienschutz-Staatsvertrag</h1>
</div>
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		<title>Marilyn Manson und der vegane Weihnachtsmarkt</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Nov 2010 14:22:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hannover. [Kunstpause]. Der Frontbumpersticker ist ja momentan beruflich im Süden von Deutschland unterwegs, und so nutzte ich einen seiner Heimbesuche, um mit ihm einen Caramel Macchiato zu konsumieren. Dabei berichtete er von der Gesichtslosigkeit der Großstadt, in der er nun gelandet war und wie sehr ihn die Vielfältigkeit Hannovers immer wieder überrasche. Als Bespiel führte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/76fb15aad0144121b703a33c3a3b30ba" width="1" height="1" alt=""/>
<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1490" title="DSC_4701-800px" src="http://blog2.de/wp-content/uploads/2010/11/DSC_4701-800px.jpg" alt="" width="500" height="134" />Hannover. [Kunstpause]. Der <a href="http://frontbumpersticker.blogspot.com/" target="_blank">Frontbumpersticker</a> ist ja momentan beruflich im Süden von Deutschland unterwegs, und so nutzte ich einen seiner Heimbesuche, um mit ihm einen Caramel Macchiato zu konsumieren. Dabei berichtete er von der Gesichtslosigkeit der Großstadt, in der er nun gelandet war und wie sehr ihn die Vielfältigkeit Hannovers immer wieder überrasche. Als Bespiel führte er die Weihnachtsmärkte in Hannover an. Gut, den unübersehbaren Konsumbuden-Lichterketten-Pomp in der Innenstadt kennt jeder, fast jedem ist das finnische Weihnachtsdorf am Ballhof ein Begriff. Aber als er mir vom veganen Weihnachtsmarkt am Steintor erzählte, staunte aber auch ich als alteingesessen Hannoveraner mal wieder. <span id="more-1489"></span><img class="aligncenter size-full wp-image-1508" title="DSC_4691-250" src="http://blog2.de/wp-content/uploads/2010/11/DSC_4691-2501.jpg" alt="" width="500" height="331" /><br />
Mit der Kamera bewaffnet zogen wir zwei Carnivoren also los, uns das tierfreundliche Treiben näher anzusehen. Zu allererst fiel uns die Tierpyramide ins Auge.<em> &#8220;Warum eine Tierpyramide? Wir schenken unseren Kindern niedliche Kuscheltiere und lesen ihnen Tiergeschichten vom schlauen Schwein, dem süssen Lämmchen und den Häschen vor. Gleichzeitig geben wir ihnen Wurstscheiben zu essen, auf denen zur Verniedlichung ein Gesicht ist oder ein Bärchen &#8230; passt das zusammen??&#8221; </em>lautete die Generalanklage an die deutsche Erziehungskultur, visualisiert durch eine rotbesudelte Laken-Pyramide, an die arme unschuldige Kuscheltiere getackert waren.</p>
<p>Das Publikum war alternativ-vegan gekleidet, und vor allem die Schlange vor der vegetarischen Falafelbude stach sofort ins Auge. Angeboten wurden auch diverse vegane und vegetarische Produkte. Werbezelte für ein Kuhaltersheim und vegane Brotaufstriche, -schokolade oder -torten komplettierten das tierfreundliche Bild. Stehen blieben wir dann aber vor einer Dosenwurfbude: Hier konnte der weihnachtsmarktschlendernde Veganer gegen Spende seine Aggressionen an Politikerbeklebten Dosen ablassen. <img class="size-full wp-image-1492 aligncenter" title="DSC_4705-800px" src="http://blog2.de/wp-content/uploads/2010/11/DSC_4705-800px.jpg" alt="" width="500" height="157" />Herrn Wulff und Frau Merkel erkannte ich sofort, doch die meisten Gesichter waren mir fremd. Die Besucherin neben uns wusste auch keinen Rat und meinte, sie würde sich aber auch nicht für Politik interessieren. Wir suchten also bei der Buden-Verantwortlichen um Rat nach, wem wir denn hier eine ballern dürften. Neben Merkel und Wulff, die einfach mal per se mitspielen durften, ging es hauptsächlich um Politker und den Bürgermeister rund um Wietze, einem kleinen Dorf bei Celle, und dem dort geplanten Schlachthof.<span style="text-decoration: line-through;"> Eine Politikerin, deren Name und Funktion mir grade entfallen ist</span>, Frau Künast von den Grünen [danke an Felix für den Nachtrag] stand am Dosenpranger, weil es auf <a href="http://www.youtube.com/v/RgAS-jodivA&amp;hl=de_DE&amp;feature=player_embedded&amp;version=3" target="_blank">youtube </a>einen Film gibt, in dem sie nach dem Angeln einen Fisch unsachgemäss tötet. Auf die Frage, was unser Bundesverteidigungsminister dann mit Tierschutz zu tun hätte, wusste man auch keinen Rat, aber er passe doch gut in die Reihe. Nunja, in einer Riege von Prangerdosen ist ein Verteidiungsminister sicher wirklich nicht ganz unlogisch aufgestellt.</p>
<p>Resumierend kann ich sagen, dass es mich sehr freut, dass das tolerante Hannover Platz selbst für einen veganen Weihnachtsmarkt bietet, und die Kundschaft dafür anscheinend auch Ihren Weg gefunden hat. Bei einer abschliessenden nichtveganen Currywurst ein paar Meter weiter (Frontbumper: scharf mit Bombaysosse, ich: Pikant mit Zwiebelsosse, Resumée: Nichts geht über den Klassiker, keine Experimente) diskutierten wir kurz und stellten keinerlei Differenzen in der Ansicht, dass Tiere sehr wohl zum Essen da wären, fest. Aber jedem Tierchen sein Plaisierchen.</p>
<p>Nachtrag: Der <a href="http://frontbumpersticker.blogspot.com/2010/11/der-vegane-weihnachtsmarkt.html" target="_blank">Beitrag von Felix</a> ist nun auch online.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1496" title="DSC_4689-800px" src="http://blog2.de/wp-content/uploads/2010/11/DSC_4689-800px.jpg" alt="" width="500" height="332" /><br />
<img class="aligncenter size-full wp-image-1500" title="DSC_4709-800px" src="http://blog2.de/wp-content/uploads/2010/11/DSC_4709-800px.jpg" alt="" width="500" height="354" /><br />
<img class="aligncenter size-full wp-image-1499" title="DSC_4707-250" src="http://blog2.de/wp-content/uploads/2010/11/DSC_4707-250.jpg" alt="" width="500" height="494" /><br />
<img class="aligncenter size-full wp-image-1506" title="DSC_4699-250" src="http://blog2.de/wp-content/uploads/2010/11/DSC_4699-250.jpg" alt="" width="500" height="387" /><br />
<img class="aligncenter size-full wp-image-1501" title="DSC_4711-800px" src="http://blog2.de/wp-content/uploads/2010/11/DSC_4711-800px.jpg" alt="" width="500" height="332" /><br />
<img class="aligncenter size-full wp-image-1497" title="DSC_4694-250" src="http://blog2.de/wp-content/uploads/2010/11/DSC_4694-250.jpg" alt="" width="500" height="332" /><br />
<img class="aligncenter size-full wp-image-1491" title="DSC_4702-800px" src="http://blog2.de/wp-content/uploads/2010/11/DSC_4702-800px.jpg" alt="" width="500" height="113" /></p>
<p><img class="aligncenter" title="DSC_4718-800px" src="../wp-content/uploads/2010/11/DSC_4718-800px.jpg" alt="" width="332" height="500" /><br />
Ein niedlicher vegetarischer Waschbär auf einer veganen Torte. Keine weiteren Fragen, euer Ehren.</p>
<p style="text-align: left;">
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		<title>Der Apfel fällt manchmal weit vom Stamm.</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Nov 2010 15:58:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Abgesehen davon, dass der Weltuntergang das geheime Apple-Release auf der deutschen Apple-Seite eine Stunde nach &#8220;Enthüllung&#8221; immer noch für &#8220;morgen&#8221; angekündigt war (Evey fiel das beim Mittag auf), erwartete ich ja eher, dass der Apple-Sektenführer Geschäftsführer Steve Jobs verkündete, von nun an müssten alle sein Mal auf der Stirn tragen. In Wahrheit glotzen einen kurz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/b89e0766c2cb48489b110d1a7de64497" width="1" height="1" alt=""/><a href="http://blog2.de/wp-content/uploads/2010/11/aaple2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1408" title="Apple Bashing - iTunes Beatles Ankündigung. " src="http://blog2.de/wp-content/uploads/2010/11/aaple2.jpg" alt="" width="500" height="221" /></a>Abgesehen davon, dass <span style="text-decoration: line-through;">der Weltuntergang</span> das geheime Apple-Release auf der deutschen Apple-Seite eine Stunde nach &#8220;Enthüllung&#8221; immer noch für &#8220;morgen&#8221; angekündigt war (<a href="http://evangeline-cooper.de" target="_blank">Evey</a> fiel das beim Mittag auf), erwartete ich ja eher, dass der Apple-<span style="text-decoration: line-through;">Sektenführer </span>Geschäftsführer Steve Jobs verkündete, von nun an müssten alle sein <a href="http://www.bibel-online.net/buch/66.offenbarung/14.html#14,9" target="_blank">Mal auf der Stirn</a> tragen. <span id="more-1407"></span>In Wahrheit glotzen einen kurz danach dann vier langhaarige Ex-Pilzköpfe an in der Hoffnung, nun für 120 Euro als Lebenswerk iHeruntergeladen zu werden. Pow. Auf Twitter war die Enttäuschung der Folgschaft des angebissenen Apfels merklich spürbar. Kein Weltfrieden zum mitnehmen in Weiss, kein Mittel gegen HIV oder Kontostand; mit 120 Euro bleibt sogar noch etwas vom Monatsgehalt über. Abgesehen davon, dass man die Beatles eh noch als Langspielplatten im Keller stehen hat, was die moralische Rechtfertigung fürs längst bei Napster geschehene herunterladen des Gesamtwerks manifestiert. Fazit: Kein Coup. Eigentlich dein stinknormaler Job, Jobs. Hätte niemand den Vorhang gesenkt, die Nebelmaschine angeworfen und <span style="text-decoration: line-through;">das Ende der Welt</span> &#8220;einen Tag den du nie vergessen wirst&#8221; prophezeit &#8211; irgendwann wäre ein Tweet gekommen: &#8220;Boah, wie geil, alle Beatles auf iPay!&#8221; und alle so: &#8220;We love you, Yeah, Yeah Yeah.&#8221;. Aber so &#8211; bei dem Trara hätte schon das iCar kommen müssen &#8211; oder zumindest das vom<span style="text-decoration: line-through;"> indoktrinierten engeren Zirkel</span> Fachpublikum antizipierte Streaming. Ein kleiner PR-Fail-Biss für den Apfel. Tut ihm vielleicht mal gut.</p>
<p>Die Stimme des Volkes:</p>
<div>@Linuzifer: #PirateBay hat da nicht so ein Geschiss drum gemacht, als sie alles von den #Beatles veröffentlicht haben.</div>
<div>
<div>@profi_youth: Fühle mich doch ziemlich ver-äppelt.</div>
<div>@designammain  bin ja ganz froh.. hätte ja sonst wieder geld ausgeben müssen.</div>
<div>@assiprinz: +++ EIL +++ Jetzt bei ALDI: Milch. Gorgeous. We are very excited about this.</div>
</div>
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		<title>ConventionCamp 2010: Das Klassentreffen</title>
		<link>http://blog2.de/archiv/1342</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Nov 2010 09:58:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Convention Camp 2010 in Hannover: Den Grünstreifen der Datenautobahn zwischen Szene und Wirtschaft  wollte Ingo Stoll vom Veranstalterteam treffen. Mehr als 1200 Nerds, Nerdettes, Schlipsträger, Sakkotypen, Kapuzenpullis, Stöckelschühchen, Blogger und Journalisten &#8211; kurzum eine wirklich bunte Mischung der digitalen Gesellschaft &#8211; waren vor Ort im Convention-Center des Messegeländes, eingerahmt von diversen Werbeständen der Sponsoren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1347" title="fotografirma.de-4122" src="http://blog2.de/wp-content/uploads/2010/11/fotografirma.de-4122.jpg" alt="" width="450" height="205" />Das Convention Camp 2010 in Hannover: Den Grünstreifen der Datenautobahn zwischen Szene und Wirtschaft  wollte Ingo Stoll vom Veranstalterteam treffen. Mehr als 1200 Nerds, Nerdettes, Schlipsträger, Sakkotypen, Kapuzenpullis, Stöckelschühchen, Blogger und Journalisten &#8211; kurzum eine wirklich bunte Mischung der digitalen Gesellschaft &#8211; waren vor Ort im Convention-Center des Messegeländes, eingerahmt von diversen Werbeständen der Sponsoren und Sessions in sieben zeitgleichen Tracks.<img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/6f25cb12843c4aa9b41bcae6d77921cf" width="1" height="1" alt=""/><span id="more-1342"></span></p>
<div id="attachment_1346" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img class="size-full wp-image-1346  " title="ConventionCamp 2010: Vortrag von Prof. Dr. Wiedmann" src="http://blog2.de/wp-content/uploads/2010/11/fotografirma.de-4071.jpg" alt="" width="450" height="164" /><p class="wp-caption-text">Prof. Dr. Wiedmann bei der Opening Session</p></div>
<p>Das Programm war straff organisiert &#8211; man hatte selten Zeit für Netzwerken oder einfach nur einen Kaffee, unterhielt man sich im Foyer, verpasste man generell nebenbei mehrere Sessions. Die Vorträge, die unser kongeniales illustres Rudel aus<a href="http://bilderkunst.wordpress.com/" target="_blank"> Evangeline Cooper</a>,<a href="http://christian.hess-gruenig.de" target="_blank">Christian Heß-Grünig</a> und mir besuchten, waren praktisch alle frontal ausgerichtet &#8211; Viel Vortrag und kaum Zeit für Diskussionen. Gleich die erste Session traf so gar nicht meine Meinung &#8211; Mediafuturist <a href="http://mediafuturist.com" target="_blank">Gerd Leonhardt</a> (Vortrag: Zukunft des Commerce, <a href="http://static.ow.ly/docs/Zukunft%20von%20Commerce%20Conventioncamp%20Gerd%20Leonhard%20LOW%20RES%20PUBLIC_8my.pdf" target="_blank">Slides als .pdf</a>) proklamierte, &#8220;Daten wären das neue Öl&#8221;. Dieser Slogan wurde im Laufe der Konferenz noch mehrfach rezitiert &#8211; vermutlich eher, weil er so schön plakativ klang. Zeit für eine Diskussion dieser meiner Meinung nach arg weit hergeholten These war leider nicht, da sich die nächste Session sofort anschloss. Und hier begann für uns ein fröhliches Session-Hopping, das vom Veranstalter wohl nicht so gewollt war, jedenfalls fielen uns nicht viele Teilnehmer auf, die wie wir versuchten, überall einmal hereinzuschauen. Viele Sessions verliessen wir schon nach kurzer Zeit, sei es, weil einige Sessions prinzipiell nur altbekanntes aufwärmten (wenn auch zum Teil wichtig und nutzwertig, wie der Vortrag des Heise-Anwalts Joerg Heidrich über die Änderungen im Jugendmedienstaatsvertrages zum Anfang nächsten Jahres) oder schlicht unkoodiniert und unvorbereitet anmuteten, oder aber bekannte Thesen oberflächlich darstellten.</p>
<div id="attachment_1350" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img class="size-full wp-image-1350" title="ConventionCamp 2010: Vortrag von @abotis (Tobias Glawe)" src="http://blog2.de/wp-content/uploads/2010/11/fotografirma.de-4176.jpg" alt="" width="450" height="174" /><p class="wp-caption-text">Tom Ruthemann (@profi_youth) und Tobias Glawe (@abotis)</p></div>
<p>Als Highlight empfand ich Nicholas Carr &#8211; der per Videokonferenz einen englischen Vortrag über &#8220;The Mind in the Net&#8221; hielt &#8211; Er referierte über die Auswirkungen des Netzes auf unser Wesen, wie sich unsere Informationsaufnahmegewohnheiten verändern und welche positiven und negativen Veränderungen dies mit sich bringt. Spannend war aber vor allem aber auch die Metakommunikation auf Twitter: Schnell wurde klar, welche Sessions spannend und welche eher uninteressant waren, und tausende Twitter-Nachrichten liefen mit dem Tag #cch10 über die Twitterwall. Auch wurde dort eine Auswertung des Experiments von <a href="http://enypsilon.de" target="_blank">Nicole Y. Männl</a> und <a href="http://robertbasic.de" target="_blank">Robert Basic</a> gezeigt, bei dem es um likes und dislikes in der realen Welt ging &#8211; Jeder Besucher bekam eine ID mit der auf einer Webseite das gegenüber geliket oder gedisliked werden konnte. Für ein abschliessendes Resumé war abends kaum Zeit, so dass ich hoffe, dass die beiden auf ihren Webseiten dazu noch etwas detaillierter auf die Ergebnisse eingehen werden. Mich würde z.B. mal interessieren, wie das Interesse der Aktion im Verlaufe des Tages zu- oder abnahm, und wieviele sich dann insgesamt daran beteiligt haben.</p>
<div id="attachment_1348" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img class="size-full wp-image-1348" title="Convention Camp 2010 - Verleihung des Deutschen Social Media Preises 2010" src="http://blog2.de/wp-content/uploads/2010/11/fotografirma.de-4337.jpg" alt="" width="450" height="173" /><p class="wp-caption-text">Die Preisträger des Deutschen Social Media Preises 2010</p></div>
<p style="text-align: left;">Im Foyer fanden sich auch die Stände der Sponsoren, die aber teilweise etwas hilflos der nun fleischgewordenen Netzwelt gegenüber standen: So wurde uns am Gelbe Seiten Stand &#8211; den wir in der Mittagspause übrigens dankbar als Sitzgelegenheit nutzen durften &#8211; nahegelegt, doch gleich die Gelbe-Seiten-App herunterzuladen, was Christian mit seinem Symbian-OS ein schelmisches Lächeln auf die Exoten-Smartphone-Lippen zauberte. Auch etliche kiloschweres Totholzexemplare der Gelben Seiten waren ausgelegt, was schon etwas anachronistisch in dieser Umgebung anmutete. Die mitgebrachte Masseurin hingegen war ein wirklicher Gewinn &#8211; wie mehrere Nutzniesser einstimmig betonten.</p>
<p>Am Ende des Tages wurde dann noch der erste Deutsche Social Media Preis verliehen, was ich unverblümt als laienhaft improvisierten Niveautiefschlag des Tages kommentieren muss. Dies lag hauptsächlich an Thomas Pfeiffer vom Twittwoch, der bemüht versuchte die Verleihung zu moderieren, und mutierte mit Analogien wie &#8220;&#8230; damit das kleine Schwarze nicht die kleinen Schwarzen ausbeutet&#8230;&#8221; zu einem mobilen und treffsicheren Fettnäpfchensuchgerät. Fremdschämen auf RTL2-Nachmittagsniveau, das hatten die Preisträger wie Sina Trinkwalder von <a href="http://www.manomama.de/" target="_blank">manomama</a> oder <a href="http://www.michaela-von-aichberger.de/" target="_blank">Michaela von Aichberger</a> mit ihrem &#8220;Ich male meine Follower&#8221;-Kunstprojekt nicht verdient.<img class="aligncenter size-full wp-image-1349" title="fotografirma.de-4375" src="http://blog2.de/wp-content/uploads/2010/11/fotografirma.de-4375.jpg" alt="" width="450" height="129" /></p>
<p>Sehr konstruktiv fand ich allerdings dann die anschliessende Kritikrunde, in der sich die Veranstalter den durchweg kritischen Anmerkungen stellten, besonders der Wunsch nach Barcamp-ähnlicher Raumorganisation zwecks Förderung der Diskussionen wurde anscheinend dankbar aufgenommen.<img class="aligncenter size-full wp-image-1352" title="ConventionCamp Hannover CCH10" src="http://blog2.de/wp-content/uploads/2010/11/fotografirma.de-4062.jpg" alt="" width="450" height="214" /></p>
<p>Fazit: Toll, dass wir hier in Hannover ein Event auf die Beine gestellt bekommen haben, das in dieser Grössenordnung organisatorisch reibungslos über die Bühne ging. Verbesserungsvorschläge zielen vor allem in Richtung der Konferenzisierung und Abkehr vom Barcampkonzept &#8211; und in der Tiefe der Sessions. Selbst Professor Lutterbeck meinte, dass man ihm trotz seiner 67 Jahre nicht mehr erklären brauche, was ein Handy sei. Auch würde ich mir mehr Raum zum Netzwerken wünschen &#8211; Zu wissen, dass man sieben Vorträge für ein Gespräch in der Lobby verpasst, ist nicht grade Ideal. Und eine zeitlich gestaffelte Anordnung der Sessions, die zum Sessionhopping einlädt und das ganze offener und kommunikativer werden lässt, halte ich für eine gute Idee. Ansonsten freue ich mich sehr auf das ConventionCamp 2011 und bin gespannt, wie sich die Veranstaltung fortentwickelt.</p>
<p>Noch mehr bunte Bilder gibts in Eveys Tumblr-Stream: <a href="http://buntebilder.tumblr.com/" target="_blank">http://buntebilder.tumblr.com/</a></p>
<p>Weitere Blog-Meinungen zum CCH10:</p>
<p><a href="http://www.elcario.de/recap-conventioncamp-hannover-2010-cch10/1612/trackback/" target="_blank">ElCario: Sebastian Cario</a><br />
<a href="http://derwebarchitekt.de/conventioncamp-hannover-2010-ein-klassentreffen-mit-hohen-und-tiefen/" target="_blank">Der Webarchitekt: Kai Thrun</a><br />
<a href="http://blog.pixeldreher.net/news/conventioncamp-2010-recap" target="_blank">Pixeldreher</a><br />
<a href="http://smoel.wordpress.com/2010/11/11/conventioncamp-2010-%E2%80%93-ein-ruckblick/" target="_blank">Hedoniker</a><br />
<a href="http://bilderkunst.wordpress.com/2010/11/11/conventioncamp-2010-in-hannover-sie-kamen-sahen-und-twitterten/">Evangeline Cooper</a></p>
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		<title>?k unst. oder kunst?</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Oct 2010 15:06:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[kunst art philosphie foer]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist eigentlich Kunst? Diese simple Frage hat Evey auf ihrem Blog gepostet, vermutlich nachdem sie Foer gelesen hat (der bis dahin zwar feuilletonistisch hochgelobt aber insgesamt völlig an mir vorbeigegangen war), den sie zitiert: &#8220;Kunst, als Produkt des erfolgreichen Versuches, Kunst zu erschaffen, hat ausschließlich mit sich selbst zu tun. [...]&#8220; Im Kunstunterricht hatte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was ist eigentlich Kunst?</strong> Diese simple Frage hat Evey auf<a title="Evangeline Cooper" href="http://bilderkunst.wordpress.com/2010/10/18/jonathan-safran-foer-uber-kunst-about-art/" target="_blank"> ihrem Blog gepostet</a>, vermutlich nachdem sie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jonathan_Safran_Foer" target="_blank">Foer</a> gelesen hat (der bis dahin zwar feuilletonistisch hochgelobt aber insgesamt völlig an mir vorbeigegangen war), den sie zitiert: <em>&#8220;Kunst, als Produkt des erfolgreichen Versuches, Kunst zu erschaffen, hat ausschließlich mit sich selbst zu tun. [...]&#8220;</em></p>
<p>Im Kunstunterricht hatte unser Alt-68&#8242;er aber trotzdem recht progressiver Kunstlehrer uns einmal herausgefordert Kunst zu schaffen. Die meisten malten ein Bild. Ich hab aus minimalistischer Pragmatik heraus und Kraft eigener Ignoranz des Arbeitsauftrages einen DIN A4-Blatt in der Mitte mit dem Wort &#8220;Kunst&#8221; bedruckt. Konnte keiner was gegen sagen. Aber: War das Kunst?<img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/63b7dd8e42b044f49d016f9924f14a2c" width="1" height="1" alt=""/><span id="more-1324"></span></p>
<p>Was ist also Kunst? Abstrakter Un-Sinn gepaart mit einer Botschaft ist zum Beispiel recht Kunstverdächtig. Ein Löffel ist ein Löffel. Tausend Löffel auf einem Haufen sind schon ein Haufen Löffel, über den man kurz den Kopf schüttelt, ihm aber vielleicht noch nicht den Status Kunst zuspricht. Lege ich ein einzelnes Reiskorn auf den Haufen mit den tausend Löffeln habe ich etwas geschaffen, wo das Hirn anspringt und erkennbar wird, dass es nicht mehr um den einzelnen Löffel geht. Ein Bild kann eine Dokumentarische Darstellung einer Szene sein, oder Kunst, oder beides. Aber sind das die Kriterien für Kunst? Kunst ist profan und wird individuell sehr verschieden wahrgenommen. &#8220;Das würde ich nie so hinbekommen&#8221; &#8211; Ein Kriterium für Kunst?</p>
<p>Kunst kann nicht als Kunst geboren werden, Kunst wird erst durch eine Wahrnehmung von aussen heraus zur Kunst erhoben. Ich kann keine Kunst schaffen. Aber wir als konsumierendes Kollektiv können etwas mit der abstrakten Omnipotenz der Kunstbarkeit adeln. Und schaffen damit die Kunst ansich &#8211; über unsere Betrachtung der Welt und der Werke.</p>
<p><em>Oder wie seht ihr das?<br />
</em></p>
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