Gestern wurden in einer Pressekonferenz die Kommunalwahlplakate der CDU in Hannover vorgestellt. Den Auftrag zur Erarbeitung hatte der grossartige Gero Pflüger, der übrigens auch die Plakate der Piratenpartei gestaltet hat. Bei einigen Motiven konnte ich auf die wundervolle Hilfe der Bildbearbeiterin Evangeline zurückgreifen, die unter anderem Last-Minute-Flaschen gezaubert hat
Meine Aufgabe in den vergangenen Wochen war es, die 8 Motive fotografisch umzusetzen. Dazu lag ich stundenlang vor Schlaglöchern auf Lauer, akquirierte Helfer die zwar nicht in einer Nacht-und-Nebel, aber einer Tag-und-Sonnenscheinaktion halfen, Grüne-Welle Schilder zu montieren, Castete Zweijährige für ein Shooting auf dem Wakitu (Und danke an Jason, du hast das grossartig gemacht, auch wenn ich voll verstehen kann, dass es einfach reizvoller war, deine Mami und mich bei der Arbeit mit Sand zu bewerfen) und hatte etliche Diskussionen mit Rentnern, denen erst das “Kein Winterdienst”-Schild auffiel, und danach die Tatsache, dass sie eine unverheiratete Nichte hätten, die am Wochenende zum Kaffee vorbeikommt und sich sicher gerne mit einem Fotografen unterhalten würde. Hat viel Spass gemacht, und alle Hannoveraner werden wohl nicht drumrumkommen, die 2000 Plakate, die ab dem Wochenende hängen werden, zu begutachten
Und das freut mich. Das nächste was noch ansteht, ist ein Umzug, der hoffentlich genauso viel Spass macht.
CDU-Kommunalwahlplakate in Hannover
Blitze fotografieren
Ich hatte neulich ein paar Gewitter-Fotos bei Facebook gepostet, und etliche Leute fragen, wie man denn eigentlich Blitze fotografiert.

Das ist eigentlich ganz einfach, wenn man über eine Kamera mit manuellem Modus verfügt – das muss nichtmal eine “grosse” DSLR sein.
Tagsüber geht es nicht – nur Abends/Nachts habt ihr eine Chance, den Blitz zu erwischen. (Mit Profiausrüstung wie ND-Graufiltern geht das dann doch auch tagsüber, aber wer sowas hat, weiss auch wie es geht. ) Stellt eure Kamera nun in den Manuellen Modus (“M”) und wählt eine lange Verschlusszeit von mindestens 10, besser 20 Sekunden. ISO-Wert stellt ihr so gering wie möglich (50/100/200) und als Blende nehmt ihr erstmal einen Wert um die 8. … mehr »
Facebook: Datenkrake und Ego-PR-Maschine
Dieser Artikel (Achtung, langer Text
) ist eine Antwort auf Robert Kindermanns Blogbeitrag vom 18.05. Robert hat vor einigen Monaten sein Facebookprofil gelöscht, und seine Kernthese ist: Facebook ist nicht kostenlos sondern wird mit privaten Daten bezahlt, und er ist glücklicher, seit er es los ist.
Lest ruhig zuerst seinen Artikel – er hat in allen Punkten recht und doch stimme ich ihm nicht zu. Denn als Robert sein Profil löschte, habe ich das Gegenteil gemacht: Ich habe mein Facebookprofil so weit es ging geöffnet. Um meine Fotos, meine Pinnwandbeiträge zu sehen muss man nicht einmal mehr mit mir befreundet sein, und ich habe angefangen, fast jede Freundschaftsanfrage anzunehmen. Bin ich verrückt geworden? Sind mir meine privaten Daten nichts wert? Hier nun der etwas unstrukturierte Versuch, meine Datenpolitik zu Facebook zu erläutern.
… mehr »
Buchvorstellung: Jamari Lior – Modelfotograf werden
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twas sonderbar fand ich den Titel des Buchs von Jamari Lior “Modelfotograf werden” schon, wo doch jeder, der irgendetwas Bildspeicherndes bei sich trägt eh schon als Fotograf bezeichnet werden will. Eher mein Interesse geweckt hat an dem Buch die Autorin – Jamari Lior, die als Medienwissenschaftlerin im echten Leben ihre Doktorarbeit über Medienmacht geschrieben hat, und deren Arbeiten als Model wie als Fotografin mir immer mal wieder im Netz positiv aufgefallen sind.
Das Buch ist ein bunter Rundumschlag über das Fotografieren von Menschen, angefangen bei Psychologischen Faktoren über Planung, Organisation, Durchführung, Analyse und Publikation eines Fotoprodukts. Auch die technische Seite wird angerissen, wobei der Fokus auf der kurzen Besprechung von Stichworten zum jeweiligen Thema liegt. Diese reichen von überflüssig bis nützlich, und es scheint, als hätten an einigen Stellen im Buch einfach noch der ein oder andere Absatz gefüllt werden müssen. Insgesamt ist das Buch für den Anwendungsfall “Netz-affiner Foto-Laie möchte gerne ambitionierter in die TfP-Menschenfotografie einsteigen” geschrieben, und hat sehr konkrete Empfehlungen z.B. im Bereich Modelsuche über die Modelkartei (“5 Modelabsagen, wie sie nicht sein sollten”), Präsentation bei der fotocommunity, Beschaffung und Kombination von Accesoires für ein Shooting, Gestaltung der eigenen Webseite oder finden eines Künstlernamens. Ihren Medienwissenschaftlichen Hintergrund merkt man immer wieder, da sie viel auf Medienpsychologische Assoziation (“Negative Kritik empfangen und austeilen”) eingeht.
Ein Highlight des Buchs, dass es auch für erfahrenere TfP-Shooter interessant macht, sind die vielen wirklich schönen Bilder aus Ihrer Arbeit als Model und Fotografin, anhand derer Sie immer wieder die Themen illustriert.
Verlag Addison-Wesley, Jamari Lior – Modelfotograf werden
Ein Kapitel (“Technik & Ausrüstung”) kann online testgelesen werden und bietet einen guten Einblick in Aufbau und Tiefe des Buches.
Amazon-Link | ISBN: 987-3-8273-3006-2
39,80 EUR
Zukunftstagspraktikantin
Meine Zukunftstag-Praktikantin (formerly known as “Girls-Day”- Girl) kann jetzt das wichtigste einer SLR bedienen, weiss um die Qualität von Licht, kann ne Softbox von nem Standardreflektor unterscheiden, und weiss, was für ein Licht jeweils dabei herauskommt, hat sich mit Nasenschatten und Rembrandtlicht befasst, hat ihr “Aufheller-Assistententraining” erfolgreich absolviert, kann erklären wofür die Blende da ist, was Blendenabstufungen sind und welchen Blendenspielraum Tageslicht so haben kann, war mit dem 70-200 Enten und Eichhörnchen portraitieren, kann den Fokus bewusst einsetzen und will trotzdem immer noch Fotografin werden. Auf letzteres bin ich ein bischen Stolz
Shooting mit Jeremy
Am Samstag hatte ich ein schönes Shooting mit Jeremy, der hier in Hannover Grafikdesign studiert. Ich war selber überrascht, wieviele Motive wir in sehr kurzer Zeit umsetzen konnten. Passend dazu gab es wunderschönstes Feierabendlicht aus einem Wolkenfreien Himmel bei sommerlichen Temperaturen. … mehr »
Ein Adeliger mit Dissertationshintergrund
Mein Name ist Karl-Theodor zu Guttenberg. Als Bundestagsabgeordneter und aktiver Politiker aus einem sozialen Druck heraus auch noch meine Dissertation schreiben zu müssen hat mich überfordert. Deswegen habe ich unsauber gearbeitet, fremde Quellen ohne Angabe übernommen und habe den wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages widerrechtlich genutzt. Das meine Arbeit trotzdem summa cum laude akzeptiert wurde ist beschämend für die ehrlichen Studenten und ist sicher zu nicht unterheblichem Teil meines prominenten Status geschuldet. Aus diesem Grund ziehe ich die Arbeit nachträglich zurück, werde um Rücknahme meines Doktortitels ersuchen und entschuldige mich bei allen rechtschaffenden Studenten.
Nur so als Vorschlag, Herr von Guttenberg. Hätte Sie nicht so lächerlich aussehen lassen. Rufen sie das nächste mal doch einfach kurz vor der Pressekonferenz durch.
Sonnenbaden-Flashmob in Hannover
Flashmobs kann ja nich jeder. Wie ich hier ja schon feststellte. Diesmal war es kein Telekommunikationskonzern, sondern ein Facebookaufruf der die Mobber zu der sommerlichen Aktion im fröstelnden Februar herbeirufen sollte. … mehr »
Making-of: Die fantastischen Wir.
Gestern hatte ich mein Profilbild bei facebook aktualisiert, und mehrere Leute fragten mich, wie man so eine Aufnahme erstellt. Das ist nicht schwer – man braucht nur eine Kamera mit manueller Einstellmöglichkeit, eine konstante Lichtquelle (Blitz mit manueller Einstellmöglichkeit oder ausreichend Tageslicht), ein Stativ, eine Bildbearbeitungssoftware und einen Fernauslöser (in Menschen- oder Elektronikform). … mehr »
Ich arbeite seit über 10 Jahren als professioneller Fotograf mit Schwerpunkt Konzertfotografie und bin geschäftsführender Gesellschafter einer Unternehmensberatung für Social Media Networking. 


















